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Atemtherapie

Atemtherapie

„Der Atem ist veränderbar. Verändert sich der Atem, verändert sich der  Mensch.“

Der Atem begleitet uns – meist ohne wahrgenommen zu werden – das ganze Leben. Er ist Ausdruck alles Lebendigen und birgt große Heilkaft. Bereiche, die durcheinander geraten sind,  können sich wieder in die Ordnung des Leibes integrieren.
Zwei Formeln sind grundlegend in dieser Arbeit:

  • „Ich lasse den Atem kommen – ich lasse den Atem gehen – ich warte, bis der Atem von selbst wiederkommt.“

 Dies drückt schon aus, dass es um einen gelassenen Atem geht. Ein
 Atem, der weder manipuliert noch dirigiert wird. Wir alle wissen,
 dass es eine Kunst ist, etwas wahrzunehmen und nicht einzugreifen.
 Wir möchten immer aktiv sein, die Kontrolle behalten, im
 Gewohnten bleiben. Wird der Atem gelassen, weist er auf die bis
 dahin im Schatten liegenden eigenen Anteile, die neue Färbungen ins
 Leben bringen.
 

  • „empfinden – sammeln – atmen”

             Beliebig kombiniert, verbergen sich hinter diesen drei Begriffen Übungsanleitungen.

Durch das Empfinden rückt die Körperwahrnehmung soweit in den Vordergrund, dass die Atembewegung bis in die Zellen spürbar wird.

Das Sammeln ermöglicht die Hinwendung zum Körper, zum Atem. Es ist mehr als Konzentration. Es ist eine weitgefasste Aufmerksamkeit, durch die Innen und Außen, Atem und Körper, Psyche und Seele gleichzeitig wahrgenommen werden können.

Die Hinwendung zum Atem hat unterschiedliche Aspekte. Es gibt Bereiche im Körper, in denen die natürliche Atembewegung Unterstützung braucht, dorthin locken wir den Atem durch gezielte Übungen. Der Atem kann ganz in die Tiefe und Weite leiten, er ermöglicht das nach Innen lauschen, das Stillwerden, den Moment wahrnehmen. Bewegungen aus dem Atem geben dem inneren Erleben einen Ausdruck, der das kontrollierende Bewusstsein weit in den Hintergrund drängt.

 

Zu den einzelnen Angeboten:

  • Atembehandlung

 

In der Einzelarbeit wird der Atem der Liegenden durch Wahrnehmung, Dehnungen und Druckpunkte in die bewusste Empfindung  gebracht. Der Leib wird durch die Präsenz der Behandlerin für den eigenen Atem durchlässig und empfindungsfähiger.

Daraus entsteht ein stärkeres Bewusstsein für den eigenen Körper.

Die Entspannung ermöglicht einen positives Körpergefühl, durch das Schwieriges aushaltbar und verdaubar wird.

  • Atemtraining

In fünf Einheiten (je 1 Stunde) werden leicht erlernbare Atem- und Bewegungsübungen mit Kenntnissen über die Anatomie und Physiologie des Atems kombiniert. So unterstützt praktisches Training und theoretisches Wissen das eigenständige Umgehen mit dem Atem. Kleine Gruppen ermöglichen einen intensiven und individuellen Zugang.

 

  • Atem – Stimme – Bewegung

In dieser Gruppe wenden wir uns ein Mal im Monat intensiv dem Eigenen zu. Wir nutzen dafür Bewegungsübungen und Töne, um anzukommen. Wir spüren den Atem, der uns tief in das Innere leitet. Wir nehmen unsere Grenzen und Kräfte wahr und finden einen Ausdruck für das innen Entstandene  mit der Stimme und Bewegungen aus dem Atem.

 

  • Atem lesen und verstehen

zertifizierte Fortbildung
Der Atem hat eine eigene Sprache. Dies ist erfahrbar und erlernbar. Durch das bewusste Wahrnehmen und Benennen der Körperspannung, der Präsenz, der Haltung und der Gestimmtheit, des Atems und der Atembewegung können wir sowohl das Eigene als auch das Gegenüber lesen und damit angemessen agieren und reagieren.
Fragen wie: “was geschieht im direkten Kontakt? „ wie und wo kann ich berühren?” Fragen nach Nähe und Distanz, Grenzen und Durchlässigkeit, Aufrichtung und Entspannung werden genauso gestellt wie Fragen nach gegenseitiger Beeinflussung von Körper, Atem und Gefühlen.